»Aber wie, auf welche Weise haben die Karthager euch geschlagen?«

Der ehemalige Sklave begann den taktischen Hergang der Schlacht zu erzählen. Matho sah im Geiste alles vor sich und geriet in große Aufregung. Das Heer, das vor Utika lag, hätte Hamilkar in den Rücken fallen müssen, statt zur Brücke zu eilen, meinte er.

»Ach, ich weiß es wohl,« gab Spendius zu.

»Du hättest deine Schlachtstellung noch einmal so tief nehmen müssen! Die Leichtbewaffneten nicht gerade gegen die Phalanx führen! Und Lücken für die Elefanten offen halten! Noch im letzten Moment wäre alles wieder zu gewinnen gewesen! Nichts zwang zur Flucht!«

Spendius entgegnete:

»Ich sah ihn in seinem roten Mantel mit erhobenem Arm aus dem Staub emporragen. Wie ein Adler flog er an den Flanken der Bataillone hin. Bei jedem Winke seines Hauptes ballten sie sich zusammen oder dehnten sich aus. Das Gewühl brachte uns nahe aneinander. Er hat mich angeblickt und mir war zumute, als dränge mir kalter Stahl ins Herz!«

»Sollte er sich den Tag ausgesucht haben?« dachte Matho bei sich.

Sie erörterten beide, was den Suffeten gerade unter den ungünstigsten Umständen herbeigeführt haben könnte. Dann kamen sie auf die Kriegslage zu sprechen. Spendius, der seinen Fehler beschönigen oder sich selber ermutigen wollte, behauptete, es sei immer noch Hoffnung.

»Und wenn auch keine mehr bliebe, was tut's!« rief Matho. »Ich ganz allein werde den Krieg fortsetzen!«

»Und ich gleichfalls!« schrie der Grieche und sprang auf. Mit großen Schritten ging er auf und ab. Seine Augen blitzten, und ein seltsames Lächeln verzog sein Schakalgesicht.