Zu einigen wenigen Stellen des Romans seien im folgenden knappe Erläuterungen erlaubt.

[Seite 5.] Die Stadt Eryx auf halber Höhe des gleichnamigen Berges (in Sizilien) wurde von Hamilkar im Jahre 244 v. Chr. genommen. Flauberts Roman beginnt etwa Anfang September des Jahres 241 v. Chr. Der Söldnerkrieg währte nach Polybios drei Jahre und vier Monate (241–238 v. Chr.).

Die Lage der Villa Hamilkars in der Vorstadt Megara ist nicht überliefert. Flaubert nimmt sie auf der Höhe über dem Seetor an.

[Seite 6.] Der Eschmuntempel stand auf der Akropolis. Eine monumentale Freitreppe von sechzig Stufen, in drei Absätze gegliedert, führte hinauf. Um den Tempel waren breite Terrassen, die den Eindruck einer mächtigen Befestigung erweckten. Der Tempel war das allenthalben sichtbare Wahrzeichen der Stadt, der Sankt Peter Karthagos.

[Seite 10.] Die Abgabe des Oberbefehls über die Truppen in Lilybäum an den General Gisgo – nach dem Friedensschlusse im Hochsommer des Jahres 241 v. Chr. – erfolgte nicht freiwillig. Hamilkar wurde dazu genötigt. Dieser schwere Fehler in der Kriegsführung gegen Rom fällt den Umtrieben der inzwischen in der Heimat aus Ruder gekommenen Partei des Hanno zu.

[Seite 12.] Über die Syssitien der Hetärien, sowie über die komplizierte Staatsverfassung der Republik, die von Aristoteles als hervorragend gepriesen worden ist, vgl. Meltzer, Geschichte der Karthager, II, 34 ff.

Die karthagische Garde: bei Polybios die Heilige Schar.

[Seite 17.] Polybios nennt den Namen der Tochter Hamilkars nicht. Nach anderer Überlieferung soll sie Salwamba (d.h. magna mater) geheißen haben.

[Seite 26.] Die Via Mapaliensis (Straße der Mappalier, d.h. der Zeltbewohner = der Numidier) führte von der See quer durch die Stadt nach den Katakomben. Flaubert rekonstruiert sie als die Via Appia Karthagos.

[Seite 30.] Sikka ist das heutige Keff, 180 Kilometer südwestlich von Karthago. Der dort betriebene zynische Venuskult war berüchtigt.