»Ja,« sagte die Frau, »das Kind ist versteckt. Finden Sie es, kluger Riese, wenn Sie es finden können.«

Der Riese, der so klug war, sah überall hin. Dann ging er hinaus. Endlich sah er das Kornfeld, das schöne Kornfeld, und sagte: »Ah! da ist schönes Korn. Ich muß das Korn haben.«

Der Riese nahm das Korn und suchte lange, lange. Endlich fand er die Ähre mit dem Samenkorn, worin das Kind versteckt war. Er nahm die Ähre. Er nahm alle Samenkörner. Dann suchte er noch lange. Endlich fand er das Samenkorn, worin das Kind versteckt war. Aber als er es nehmen wollte, nahm Wuotan das Kind. Er nahm es schnell (nicht langsam), und in einigen Minuten war das Kind wieder zu Hause bei seinen Eltern.

Dann kam der Riese. Der Riese war böse, sehr böse, und sagte: »Das war nicht recht (gut). Nein, das war nicht recht. Ich hatte das Kind und Wuotan hat es genommen! Morgen komme ich wieder. Verstecken Sie das Kind wieder und wenn ich es finden kann, so ist es mein!«

Der Riese ging fort, und die Frau sagte zu Wuotan: »Ach, guter Gott Wuotan, helfen Sie uns wieder. Wir können den Knaben nicht gut genug verstecken. Helfen Sie uns wieder!«

»Nein,« sagte Wuotan, »ich habe Ihnen schon einmal geholfen. Jetzt kann ich Ihnen nicht mehr helfen!« und der Gott Wuotan ging fort.

Dann weinte die arme Frau bitterlich, bis der Mann sagte: »Liebe Frau, das Weinen hilft nichts. Wir müssen beten, wir müssen zu Hönir beten. Vielleicht wird uns Hönir helfen!«

Die beiden Eltern beteten zu Hönir, und endlich hörte der Gott Hönir ihr Gebet. Er hörte, kam zu ihnen und fragte:

»Nun, gute Leute, warum beten Sie so laut um Hülfe?«

»Ach, lieber Hönir,« antwortete der Mann. »Helfen Sie uns! Morgen kommt der kluge Riese, um das Kind zu nehmen, wenn wir es nicht so gut verstecken, daß er es nicht finden kann. Wir können das Kind nicht gut genug verstecken, denn wir sind nicht klug genug. Helfen Sie uns, lieber Hönir, helfen Sie uns, bitte, bitte.«