Das Mädchen sagte: »Wo ist meine Kuh, meine schöne, braune Kuh? Ich muß die Kuh melken. Jakob will Milch haben!«

Das Mädchen kam in den Garten. Das Mädchen sah die Kuh.

»Ach!« sagte es, »da ist meine schöne, braune Kuh. Meine Kuh plagt den Hund. Der Hund plagt die Katze. Die Katze hat die Maus gefressen. Die Maus hat Jakobs Korn gefressen. Jakob hat das Korn gekauft. Das Korn war im Hause, im schönen, neuen Hause, das Jakob gebaut hat.«

Das Mädchen kam zu der Kuh. Die Kuh stand still. Der Hund sprang in das Haus, in Jakobs neues Haus.

Das traurige Mädchen sagte: »Gute Kuh, ich muß dich melken. Jakob will Milch haben, gute, süße Milch. Du mußt still stehen, gute Kuh.«

Die Kuh stand still. Das Mädchen molk die Kuh. Da kam ein junger Mann. Der Mann war jung und schön, aber der Mann war arm, sehr arm. Er kam in den Garten und sah das Mädchen.

»Ach!« sagte der arme, junge Mann, »da ist ein schönes Mädchen. Aber das Mädchen ist traurig, es muß weinen, viel weinen. Es hat weder Vater noch Mutter, weder Bruder noch Schwester, weder Freund noch Haus. Es muß die Kuh mit den langen Hörnern melken, die böse Kuh, die den Hund plagte. Der Hund hat die Katze geplagt, aber die Katze hat die Maus gefressen. Die Maus hat das Korn gefressen, das gute Korn, welches (das) Jakob gekauft hat und welches in seinem neuen Hause war.«

Dann kam der arme Mann und sagte zu dem Mädchen: »Schönes Mädchen, Sie sind traurig, Sie weinen, weil Sie die Kuh melken müssen. Sie haben weder Vater noch Mutter, weder Bruder noch Schwester, weder Freund noch Haus. Kommen Sie mit mir. Ich bin arm, aber ich liebe Sie. Wollen Sie meine Frau sein, liebes Mädchen?«

»Ach ja!« sagte das Mädchen, und es war nicht mehr traurig und weinte nicht mehr, denn es liebte einen guten Mann.

Der Mann sagte: »Kommen Sie, liebes Mädchen, wir wollen zu dem Priester gehen. Der Priester ist gut, sehr gut. Der Priester hat ein Buch, ein kleines Buch. Es (das Buch) ist ein Gebetbuch, und der Priester wird uns bald, sehr bald trauen. Kommen Sie, liebes Mädchen, kommen Sie.«