„Siehst du, Fränzchen, wir gehen nach dem Dorfe. Da werden wir unser Lied noch einmal singen. Dann wird man uns wieder Brot, Kuchen, Nüsse und Pfennige geben. Die Mutter hat heute nichts gegessen, und es ist kein Brot mehr im Hause, sie wird froh sein, wenn wir Brot nach Hause bringen.“

Die Kinder, die das Neujahrslied täglich zu Hause beim Spiele gesungen, gingen jetzt in das Dorf. Da war alles verändert. Die Hausthüren standen alle offen, und in dem Garten vor dem Wirtshause stand ein großer, viereckiger Tisch.

Um den viereckigen Tisch herum saßen viele junge Leute, die aßen und laut lachten. Als Basti sein Lied anstimmte, rief einer der jungen Leute den anderen zu:

[Still], still, wir wollen den Gesang hören!“

Die jungen Leute — sie waren alle Studenten — hielten jetzt inne, und der Führer sagte gutmütig zu den Kindern:

„Kommt näher, wir wollen das Lied hören!“

Da fing Basti wieder an, und Fränzchen stimmte ein mit ihrer silbernen, glockenartigen Stimme. Die Studenten lauschten und hörten mit Erstaunen diese Worte:

„Nun ist das alte Jahr [dahin],

Ein neues ist gekommen;