„Wieviel bin ich Ihnen schuldig?“ fragte er.

„Drei Thaler.“

Der Bauer zahlte ohne Murren, und ging zufrieden nach Hause.

Es war schon Nachmittag, als er dahin kam, und er war müde nach seiner langen Fahrt. Seine Frau kam ihm entgegen und sagte:

„Bernhardt, was sollen wir thun? Sollen wir das Heu bis morgen liegen lassen, oder sollen wir es noch heute in die Scheune bringen? Das Wetter ist schön, keine Wolken stehen am Himmel, aber [es könnte] doch ein Gewitter geben, und dann wäre das Heu verdorben.“

Der Bauer, der keinen Verlust erleben mochte, und der sich doch fast zu müde fühlte, um noch mehrere Stunden angestrengte Arbeit auszuhalten, konnte sich nicht entschließen, was er thun sollte. Auf einmal erinnerte er sich an die Consultation, die er am selben Tage gekauft hatte. Sein düsteres Gesicht heiterte sich plötzlich auf. Er zog das Papier aus der Tasche, übergab es seiner Frau, da er selbst nicht lesen konnte, und rief:

„Frau, da ist der Rat des klügsten Advokaten in der Stadt. Lies ihn, wir wollen uns darnach richten.“

Die Frau entfaltete das Papier, und las:

[Verschiebe] nie auf morgen, was heute geschehen kann.“