August setzte sich neben den Künstler hin und zeichnete eifrig. Seine Zeichnung war so gut, daß der Künstler den Förster besuchte und ihm sagte, daß August sehr begabt sei, und daß er ein Künstler werden solle.
„Da der Knabe verwaist ist und ohne Mittel, will ich ihn in mein Haus nehmen und ihm Unterricht geben,“ fügte er hinzu.
August ging nun mit dem Künstler in die Stadt und arbeitete sehr fleißig, aber jede Weihnacht brachte er bei der Försterfamilie zu. Als August siebzehn Jahre alt war, besuchte der Künstler den Förster wieder.
„Guter Förster,“ sagte er, „August ist ein guter junger Mann, und er hat schon alles gelernt, was ich ihm lehren kann. Er wird einmal ein berühmter Künstler werden, aber dazu sollte er jetzt nach Italien gehen und fünf Jahre dort studieren. Das Geld zu der Reise kann ich ihm nicht geben, aber wenn Sie es ihm geben können, werden Sie es nie bereuen.“
Der Förster sann lange nach und entschloß sich endlich, seine kleinen Ersparnisse herzugeben, damit August nach Italien reisen könnte, um dort die berühmten Kunstwerke und Künstler zu sehen und viel zu studieren.
August ging; er schrieb jedes Jahr an die Försterfamilie, und die guten Leute freuten sich immer über seine Briefe. Nachdem er fünf Jahre in Italien gewesen, konnte August so schön malen, daß er einige Bilder verkaufen und das geliehene Geld dem Förster zurückschicken konnte.
Zugleich sandte August einen Brief und eine große Kiste. Der Förster las den Brief mit Freuden, denn August erzählte, wie gut es ihm [gegangen], wie viel er gelernt, und wie dankbar er dem Förster und seiner Familie sei, für all das Gute, das sie ihm erwiesen (gethan). Dann fuhr er fort:
„Hiermit sende ich dir ein Bild, mein erstes, und ich hoffe, daß es euch allen gefallen wird. Zum Andenken an den Weihnachtsabend, an dem ihr mich in euere Familie aufnahmet, habe ich eine heilige Familie gemalt.“
Als der Förster den Brief fertig gelesen, holte er den Hammer und öffnete die große Kiste. Daraus nahm er endlich ein wunderschönes Bild der heiligen Familie, und die guten Leute konnten es nicht genug bewundern.