Mehrere Jahre vergingen wieder, der Förster wurde sehr krank und er mußte sein erspartes Geld alles verbrauchen. Während seiner Krankheit war sein Sohn Christian Förster an seiner Stelle. Christian war ein braver, junger Mann und that seine Pflicht sehr gut, aber ein böser Mann, welchen der Vater einmal hatte bestrafen müssen, weil er Holz gestohlen, schrieb dem Prinzen, daß der alte Förster krank sei, und daß dessen Sohn träge sei.

Ohne die Sache zu untersuchen, schrieb der Prinz jetzt dem Förster einen Brief, indem er sagte, daß er auf Neujahr das Forsthaus übergeben solle, und daß er seine Dienste nicht mehr brauche.

Als der arme Förster diesen Brief gelesen, war er sehr traurig. „Ach,“ sagte er, „der alte Prinz, der Vater dieses jungen Mannes, hatte mir versprochen, daß ich dieses Haus nie verlassen solle, und daß Christian an meiner Stelle Förster sein solle, wenn ich zu alt dazu sein würde. Das bin ich noch nicht. Ich war nur krank; aber jetzt müssen wir alle verhungern, denn im Winter werden weder Christian noch ich Arbeit finden.“

Christian, der verheiratet war, und zwei kleine Kinder hatte, war ebenso traurig; aber obgleich er in die Stadt ging, um den Prinzen zu besuchen, konnte er ihn nicht sehen.

Es war wieder Weihnachtsabend [geworden]. Die Försterfamilie saß wie vor zwanzig Jahren in der warmen Stube. Der Förster schaute das schöne Bild an, das August gemalt hatte, und als die Kinder baten:

„Großvater, wir wollen doch das schöne Weihnachtslied singen,“ antwortete er:

„Ach, Kinder, ich kann nicht singen. Ich bin zu traurig. Wo werden wir nächste Weihnacht sein? Ach wenn der gute August nur hier wäre, würde er auch traurig sein, denn er hat das Forsthaus auch lieb.“

Während der alte Mann so traurig sprach, hatte sich die Thür leise geöffnet, und jetzt trat ein großer, junger Mann herein.

„Vater!“ rief er, „Vater, du hast Recht!“ Das Forsthaus ist mir sehr lieb! Sei nicht mehr traurig, du wirst noch manche Weihnacht hier zubringen können. Als ich gestern in der Stadt ankam, erzählte mir mein alter Lehrer alle deine Leiden. Ich kenne den Prinzen sehr gut. Er besuchte mich oft in Italien, und stand gern dabei, während ich meine Bilder malte.