„Als ich hörte, daß er befohlen, daß du das Forsthaus verlassen sollest, ging ich sogleich zu ihm, und erzählte ihm, daß der Mann, der ihm gesagt, daß Christian unfähig sei, als Förster zu dienen, ein Lügner sei. Der Prinz ließ den Mann kommen und fragte ihn, warum er den Christian und die ganze Försterfamilie verleumdet habe.

„Der Mann fiel sogleich auf die Kniee, bat um Verzeihung und gestand Alles. Der Prinz gab mir ein Schreiben, das ich dir als Weihnachtsgruß überbringe.“

August zog jetzt ein Papier aus der Brusttasche, und gab es dem Förster. Darin stand, daß der Förster im Hause bleiben solle, so lange er lebe, und daß sein Sohn Christian Förster sein solle, wenn der Vater nicht mehr stark genug sein würde, in den Wald zu gehen.

Der Prinz sicherte Vater und Sohn einen viel größeren Gehalt zu, als sie noch je gehabt, und die ganze Familie war sehr glücklich.

Der glücklichste von allen aber war der schon jetzt berühmte Künstler August, welcher der Försterfamilie endlich hatte helfen können, nachdem sie ihm so lange geholfen hatte.

2. Die zehn Feeen.

Vor langen Jahren wohnte ein Bauer und seine Frau auf einem schönen Gute in Nord-Deutschland. Das Paar war so arbeitsam, daß sie bald sehr reich wurden; und da sie nur eine einzige Tochter hatten, ließen sie dem Mädchen alle Freiheit, und sie arbeitete sehr wenig. Sie ging zwar regelmäßig in die Schule und lernte viel, aber die Hausarbeit war ihr immer zuwider, und sie wußte sehr wenig davon.

Das Mädchen, welches Elsa hieß, war so schön und so munter, daß es bald viele Freier hatte, und als es zwanzig Jahre alt war, heiratete es einen reichen, jungen Bauer, den es von ganzem Herzen liebte.

Das junge Weib (Frau) kam in das große Bauernhaus, wo viele Knechte und Mädchen es erwarteten, und da die Mutter seines Mannes eine sehr tüchtige Hausfrau gewesen war, dachten sie Alle, daß die neue Herrin die Hausarbeit übernehmen und ihnen alle nötigen Befehle austeilen würde.