Natürlicherweise versuchte die junge Frau dies Alles zu thun, aber da sie sehr unerfahren war, und gar nicht an die Arbeit gewöhnt, wurde sie bald sehr müde, und schon während der Flitterwochen weinte sie sehr viel. Ihr Mann, dessen Mutter immer früh und spät gearbeitet hatte, und die ihrem Haus gut obgewaltet, wurde oft ungeduldig, als er das unordentliche Haus sah, kein Essen bereit fand und die Mägde und Knechte umherschlendern sah.
Eines Tages, nachdem sie schon mehrere Monate verheiratet gewesen waren, verließ er murrend das Haus, Elsa zurufend, daß es kein Wunder sei, daß Alles so unordentlich sei, wenn sie so tagelang mit den Händen im Schooß sitze!
Elsa weinte bitterlich, nachdem er fortgegangen war, und dachte, daß es doch schade sei, daß sie so unwissend wäre, und daß sie zu Hause so verwöhnt gewesen, daß sie jetzt keine gute Hausfrau wäre und ihren Mann so unglücklich machte.
„Ach,“ seufzte sie, „hätte ich nur zehn kleine Feeen, die mir willig dienten, dann würde ich die Arbeit fertig bringen können!“
Diese Worte waren kaum heraus, da stand ein großer Mann, in einen grauen Mantel gehüllt, vor ihr und fragte wohlwollend:
„Nun, mein Kind, was haben Sie? Warum weinen Sie so bitterlich?“
„Ich weine, weil mein Mann nicht zufrieden ist. Ich kann die Hausarbeit nicht besorgen. Ich kann weder die Mägde und Knechte leiten, noch Alles in Ordnung halten. Wenn ich nur zehn Feeen da hätte, vielleicht [ginge] es mir besser.“
„Nun,“ antwortete der stattliche Mann, „zehn Feeen sollen Sie haben!“
Er schüttelte seinen Mantel aus, und zehn kleine Feeen sprangen auf den Boden und standen dienstfertig vor ihrer neuen Herrin.