„Woran habe ich gedacht?“ fragte sie den Johannes. Und sogleich löste er das Taschentuch und war selbst erschrocken, als er das häßliche Zaubererhaupt erblickte. Es schauderte alle Menschen, denn es war schrecklich anzusehen, aber die Prinzessin saß da wie ein Steinbild und konnte nicht ein einziges Wort sagen. Endlich erhob sie sich und reichte Johannes die Hand, denn er hatte ja richtig geraten. Sie sah weder auf den einen noch auf den andern, sondern sie seufzte laut: „Nun bist du mein Herr! Diesen Abend wollen wir Hochzeit halten!“

„Das gefällt mir!“ sagte der alte König. „So will ich es haben!“ Alle Leute riefen hurra, die Wachtparade machte Musik in den Straßen, die Glocken läuteten und die Kuchenfrauen nahmen den schwarzen Flor von ihren Zuckermännern, denn nun herrschte große Freude. Drei gebratene Ochsen, mit Enten und Hühnern gefüllt, wurden mitten auf den Markt gesetzt, und jeder konnte sich ein Stück abschneiden, in den Springbrunnen sprudelte der schönste Wein, und kaufte man eine Pfennigbrezel beim Bäcker, so bekam man sechs große Zwiebacke als Zugabe, und die Zwiebacke mit Rosinen darin.

Am Abende war die ganze Stadt erleuchtet, die Soldaten schossen mit Kanonen, die Knaben mit Knallerbsen, und es wurde gegessen und getrunken, angestoßen und gesprungen oben im Schlosse. Alle die vornehmen Fräulein tanzten miteinander, man konnte in weiter Ferne hören, wie sie sangen:

Hier sind viel hübsche Mädchen,

Die gern tanzen rund herum,

Drehen sich wie Spinnerädchen;

Hübsches Mädchen, schwenk’ dich um.

Tanzt und springet immerzu,

Bis die Sohle fällt vom Schuh.