Abb. 18. Perseus und Andromeda. In der Ermitage zu St. Petersburg.
(Nach einer Aufnahme von Ad. Braun & Co., Braun, Clément & Cie. Nchfl., in Dornach i. Els. und Paris.)

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GRÖSSERES BILD]

Von Rubens’ Haus und Einrichtung haben zeitgenössische Künstler Abbildungen überliefert. Van Dyck selbst hat es nicht verschmäht, des Meisters Speisesaal abzumalen; das Bild befindet sich im Museum zu Stockholm. — Wenn Rubens die Absicht hegte, die italienische Renaissance in seiner Vaterstadt einzubürgern, so blieb dieses Bestreben nicht ohne Erfolg. Manche Antwerpener Bauten des XVII. Jahrhunderts bekunden in ihren üppigen Formen die Wirkung der von ihm gegebenen Anregungen. Seiner persönlichen Mitwirkung verdankt die Jesuitenkirche zu Antwerpen (erbaut 1611–21) ihr prunkvolles Aussehen; namentlich läßt die stolze Fassade die Erfindung des großen Malers erkennen.

Abb. 19. Perseus und Andromeda. Im kgl. Museum zu Berlin.

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GRÖSSERES BILD]

Daß dem Meister sofort nach seiner Niederlassung in Antwerpen zahlreiche Schüler zuströmten, versteht sich von selbst. Im Jahre 1611 war der Andrang so groß, daß er die Lernbegierigen auf Jahre hinaus an andere Maler verweisen mußte; er hatte schon, wie er einem befreundeten Kupferstecher schrieb, Hunderte zurückgewiesen, darunter gute Bekannte von ihm und seiner Frau.

Abb. 20. Engelstudien; Federzeichnung in der Albertina zu Wien.
(Nach einer Aufnahme von Ad. Braun & Co., Braun, Clément & Cie.
Nchfl., in Dornach i. Els. und Paris.)