Abb. 69. Bildnis einer jungen Frau. In der Ermitage zu St. Petersburg.
(Nach einer Aufnahme von Ad. Braun & Co., Braun, Clément & Cie. Nchfl.,
in Dornach i. Els. und Paris.)

Abb. 70. Philipp IV, König von Spanien. In der Ermitage zu St. Petersburg.
(Nach einer Aufnahme von Ad. Braun & Co., Braun, Clément & Cie. Nchfl., in Dornach
i. Els. und Paris.)

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GRÖSSERES BILD]

Abb. 71. Elisabeth von Frankreich, Königin von Spanien.
In der Ermitage zu St. Petersburg. (Nach einer Aufnahme von Ad. Braun & Co.,
Braun, Clément & Cie. Nchfl., in Dornach i. Els. und Paris.)

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GRÖSSERES BILD]

Im Herbst 1625 hatte Buckingham, als er im Auftrage Karls I wegen Unterhandlungen mit den Vereinigten Provinzen nach den Niederlanden reiste, in Antwerpen Rubens’ prächtige Kunstsammlung gesehen und hatte sein lebhaftes Verlangen ausgesprochen, dieselbe zu erwerben. Damals weigerte sich Rubens, sich von seinen Schätzen zu trennen. Jetzt aber, da sein Haus doch des besten Reizes beraubt war, gab er dem Drängen des Herzogs nach und gestattete dem Abgesandten desselben, einem gewissen Le Blond, unter den marmornen, alabasternen, bronzenen und elfenbeinernen Bildwerken, welche teils der Kunst des Altertums, teils derjenigen der italienischen Renaissance angehörten, unter den geschnittenen Edelsteinen und unter den Gemälden von Lionardo, Raffael, Tizian, Palma Vecchio, Tintoretto, Bassano, Paul Veronese und von Rubens selbst, Gegenstände im Wert von 100000 Gulden auszusuchen, unter der Bedingung, daß von den plastischen Sachen auf Kosten des Käufers Gipsabgüsse angefertigt würden, um die leeren Plätze zu füllen. So kam im Herbst 1627 der größte Teil der Rubensschen Kunstsammlung nach England. Die Kunstwerke wurden wieder zerstreut, als im Jahre 1649 Buckinghams Vermögen eingezogen wurde; von den Gemälden kam ein großer Teil nach Antwerpen zum Verkauf, wo sie vom Erzherzog Leopold von Österreich erworben wurden; diese bilden jetzt einen Bestandteil des kaiserlichen Hofmuseums in Wien.