Dies ist eine Krankheit, die nicht häufig gefunden wird und dann in der Regel in Begleitung von anderen Krankheiten.
Symptome. Sie beginnt in der Regel mit den gewöhnlichen Kennzeichen des Fiebers, wie Frost, dem Hitze folgt, Durst, Schmerz in der linken Seite, in der Gegend der Milz, mit Empfindlichkeit gegen Druck, zuweilen beträchtlich anschwellend. Der Schmerz mag dumpf oder stark und schneidend sein, sich über den ganzen Unterleib erstrecken und bis in die linke Schulter schießen; die Haut ist trocken und heiß, krankhafter Magen und Erbrechen. Der Urin ist spärlich, stark gefärbt und kann nur mit Schwierigkeit gelassen werden.
Chronische Entzündung der Milz ist ein sehr gewöhnliches Leiden, besonders in Gegenden, wo beständig Fieber herrschen.
Symptome. Ein Gefühl von Schwere, Beengung und Schmerz in der linken Seite, zuweilen wird der Schmerz ohne einen Druck auf die Gegend über diesem Organe nicht wahrgenommen; in der Regel ist hartnäckige Verstopfung, Gefühl von Frost vorhanden, zuweilen schwillt die Milz so stark an, daß sie mit der Hand gefühlt werden kann. Oefters begleitet sie Betäubung, schwieriges Athmen, Herzklopfen, Schwäche der unteren Glieder, Alpdrücken, Gefühl von Beengung über der Brust, Unmöglichkeit sich viel zu bewegen, Erbrechen der Speisen, trockene Haut, Niedergeschlagenheit. In einigen Fällen tritt Wassersucht hinzu.
Ursachen. Aeußerliche Verletzung, Unterdrückung gewöhnter Entleerungen, Trinken von kaltem Wasser, wenn der Körper erhitzt ist, der unmäßige Genuß von Spirituosen, heftige geistige Erregungen, lang anhaltendes Fieber.
Behandlung.
Eclectische und Kräuterkur. Die Behandlung sollte mit folgendem Abführmittel begonnen werden:
| Pulverisirte Jalappenwurzel (Pulv. jalap) | 4 | Unzen. |
| „Sennesblätter (Pulv. senna) | 8 | „ |
| „Gewürznelken (Pulv. cloves) | 1 | Unze. |
Mische es und siebe es durch ein feines Sieb. Dosis: Einen Eßlöffel voll in ein wenig warmem Wasser, oder ein wenig Branntwein mit Wasser.