Füße und Arme sollten in warmem Saleratuswasser gebadet und eine warme Bähung von Hopfen und Essig auf die Eingeweide gemacht werden. Nachdem die Kraft der Symptome gebrochen, mag eine starke Abkochung von gebranntem Korn mit Vortheil verwendet werden. Ebenso ist auch eine starke Abkochung von Brombeerwurzel (Black berry root) mit Gewürznelken (Cloves) und Zimmet (Cinnamon) gut. Dosis: Zwei- oder dreimal des Tages einen Theetassenkopf voll. Auch gebrannter Rhabarber ist ein ausgezeichnetes Mittel.
Homöopathisch. Ipecacuanha. — Besonders bei heftigem Erbrechen kann zu Anfang eines Anfalles abwechselnd mit Veratrum gegeben werden. Wenn bei heftigem Schmerz in den Eingeweiden häufige und schwache Entleerungen mit Drängen nach Unten stattfinden, gebe man Nux Vomica abwechselnd mit Ipecacuanha.
Arsenicum. — Heftige Diarrhöe einer wässerigen, galligen, schleimigen, grünlichen oder schwärzlichen Masse, große Hinfälligkeit, kalte Endglieder, heftiger Durst; Zunge und Lippen trocken, aufgesprungen, bräunlich; ein brennendes Gefühl in der Magengrube. Kann abwechselnd mit Veratrum gegeben werden.
Veratrum. — Bei denselben Symptome wie Arsenicum, verbunden mit Wadenkrämpfen, blasse Gesichtsfarbe, große Hinfälligkeit, Zusammenschrumpfen der Haut.
Colocynthis. — Heftige Kolik, gleichsam als ob die Eingeweide zwischen zwei Steine eingeklemmt wären, Erbrechen einer grünlichen Masse, krampfartiger Schmerz, Zusammenziehen der Eingeweide mit schneidenden Schmerzen, wie von einem Messer herrührend.
Cuprum. — Wenn starke Gliederkrämpfe, Krämpfe in den Fingern und Zehen vorhanden sind.
China. — Wenn der Anfall die Folge von Unverdaulichkeit; ebenso gegen die Schwäche nach einem starken Anfall.
Verordnung der Heilmittel. Löse 12 Kügelchen von den gewählten Mitteln in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe alle 10, 15 oder 30 Minuten, der Strenge des Anfalles angemessen, einen Theelöffel voll. Wenn nach mehreren Dosen noch keine Linderung verspürt wird, wähle man ein anderes Heilmittel. Die Zwischenräume zwischen den Dosen sollten mit dem Besserwerden des Kranken verlängert werden. Die Kost möge aus Stoffen wie Haferschleim bestehen und kaltes Wasser verwende man zum Trinken. Vorsichtig müssen alle Gemüse sowie alle Stoffe, die nicht mit dem Zustande des Magens übereinstimmen, vermieden werden.
Asiatische Cholera (Cholera Asiatica)
ist eine der gefährlichsten Krankheiten.