Es sollte vermieden werden, daß der Nabel mit der gesunden Haut in Berührung kommt. Um dies zu verhindern, mache man ein Loch, groß genug, daß die Schnur durchgezogen werden kann, in ein Stück Muslin oder Linnen ungefähr vier Zoll im Geviert, ziehe den Nabel durch und lasse das Stück Zeug auf des Kindes Bauch liegen, dann mache eine Binde um den Körper des Kindes, welche die Schnur auf den Bauch drückt.
Licht, Temperatur und Lüftung.
Das Zimmer der Wöchnerin sollte für die ersten zwei oder drei Tage nach der Entbindung verdunkelt werden; nach dieser Zeit gestatte man dem Licht ungehinderten Zutritt. Der Lüftung muß Aufmerksamkeit geschenkt werden, und indem man frische Luft zuläßt, vermeide man vorsichtig, die Wöchnerin der Zugluft auszusetzen. Die Temperatur des Zimmers muß dem Wohlbefinden der Wöchnerin angemessen und gewöhnlich zwischen fünfundsechzig und fünfundsiebzig Grad sein.
Nachwehen.
Nachdem das Kind geboren und die Nachgeburt erfolgt ist, verursacht das Zusammenziehen der Gebärmutter, das mit mehr oder weniger Kraft vor sich geht, beträchtliche Schmerzen. Sie beginnen gewöhnlich eine halbe Stunde nach der Entbindung und hören nach ein oder zwei Tagen auf, obgleich sie auch länger dauern mögen. Sie verkleinern die Gebärmutter und treiben deren Inhalt aus. Zuweilen sind sie sehr heftig und dauern länger als es wünschenswerth ist.
Behandlung.
Allöopathisch. Folgendes möge gegeben werden:
| Eisenhut-Tinktur (Tincture of aconite) | 30 | Tropfen. |
| Kampherwasser (Camphor water) | 1 | Unze. |
| Laudanum | 1 | Drachme. |
| Gewöhnlicher Syrup | 1 | Unze. |
Dosis: Alle Stunden einen Theelöffel voll in einem Weinglas voll versüßten Wassers.