Auflösung von Essigsaurer Ammonia (Solution of acetate of ammonia) 3 Drachmen.
Antimon-Wein (Antimonial wine) ½ Drachme.
Süßer Salpeter-Spiritus (Sweet spirits of nitre) ½
Opium-Kampher Tinktur (Camphorated tincture of Opium) 1

Hinreichend Wasser, um 2 Unzen zu machen.

Mische es. Dosis: alle 3 oder 4 Stunden einen Theelöffel voll.

Wenn die Diarrhöe von blasser oder lehmiger Farbe, gebe ein oder zwei Grane des Gray powder (Merkur mit Kreide) jeden Abend. Bei großer Hitze der Haut verbinde mit dem Gray powder ein Drittel oder ein halbes Gran Brechwurz- (Ipecac) Pulver und dieselbe Quantität von zusammengesetztem Jalappenwurzel-Pulver (Compound jalap powder). Sind die Eingeweide verstopft, so gebe man jeden Morgen eine kleine Dosis Castoröl. Haben die Entleerungen ihren widerwärtigen Geruch verloren und sehen mehr natürlich aus, so gebe folgendes:

Aufguß von Columba oder Cascarilla Unzen.
Zusammengesetzte Kardamon-Tinktur (Compound tinct. of cardamons) ½ Unze.
Verdünnte Salpetersäure (Dilute nitric acid) Drachme.

Mische es. Dosis: dreimal des Tages zwei Eßlöffel voll. Die Kost sollte bei dieser Krankheit von der leichtesten Art sein, wie Haferschleim, geröstetes Brod in Milch oder Wasser getaucht, Pfeilwurz (Arrow root), Tapioca oder Sago Gelee. Bessert sich das Kind, so gestatte man Brühen von Hühner-, Kalb- oder Hammelfleisch.

Cholera Infantum.

Dies ist eine der gefährlichsten Krankheiten der Kindheit und tritt in der Regel während des ersten und zweiten Sommers ein. Die Zeit während des Zahnens ist besonders geneigt dazu, da der Organismus ungewöhnlich aufgeregt ist. Geringfügige Ursachen, wie Diätfehler, das Aussetzen der Nachtluft, Ermüdung, welche zu anderen Zeiten ohne alle Folgen bleiben, werden zu dieser Zeit verhängnißvoll. Die Hauptursache besteht in Diätfehlern. Es ist sehr gefährlich, während des Zahnens die Kost zu wechseln, das Kind zu entwöhnen und dagegen künstliche Nahrungsmittel zu geben. Dies sollte nur im äußersten Nothfalle geschehen.

Symptome. Die Krankheit kann plötzlich oder allmählig eintreten. Das Kind wird plötzlich von heftigem Erbrechen und Abführen befallen oder kann auch nur durch mehrere Tage hindurch eine leichte Diarrhöe gehabt haben. Der Magen wird so reizbar, daß er durchaus nichts annimmt. Die erbrochene Substanz besteht aus dem Inhalt des Magens, unverdauter Nahrung, mit Schleim und galligem Eiter gemischt, wenn alles ausgebrochen ist, wird sich ein starkes Würgen und erfolglose Anstrengung zum Erbrechen einstellen. Dies mag jedesmal nach dem Genuß von Nahrungsmitteln, oder auch nur zwei- oder dreimal des Tages eintreten. Diarrhöe ist eines der wichtigsten Symptome und die Entleerungen bestehen zuerst in unverdauter Nahrung und werden grünlich gestreift; zuweilen gleichen sie gehacktem Gemüse. Sie können gelblich, sehr wässerig sein und der Geruch ist schlecht und äußerst widerwärtig. Auch mögen starke Schmerzen, wie bei der [Ruhr], vorhanden sein, und die Entleerungen können Blut und Schleim enthalten. Beträchtliches Fieber ist vorhanden, ebenso schneller Puls, Mund heiß und trocken, großer Durst, Zunge schmutzigweiß oder gelblichweiß belegt, ausgenommen an den Rändern, welche roth sind, Endglieder kalt, Kopf heiß, Augen eingesunken, Nase zugespitzt, das Gesicht eingeschrumpft und vertrocknet wie bei alten Leuten, der Bauch geschwollen und zuweilen empfindlich gegen Berührung; das Fieber ist gewöhnlich während des Nachmittags und Abends schlimmer.

Behandlung.