Waschung mit Handtuch oder Schwamm (The Towel, or Sponge Bath).
Personen, die körperlich sehr geschwächt sind, mögen zuerst den Körper theilweise baden, wie den Kopf, das Gesicht, die Arme und die Brust, dann abtrocknen und abreiben mit einem trockenen Handtuche oder der trockenen Hand, ehe die übrigen Theile des Körpers gebadet werden. Diese Form von Waschungen sind bei Fiebern oder anderen acuten Krankheiten häufig besser als das Baden des ganzen Körpers. Die Temperatur des Wassers ist nach dem Befinden des Kranken einzurichten; man beginne zuerst mit lauwarmem Wasser, nehme allmählig immer kühleres, so weit es der Kranke ertragen kann. Bei acuten Krankheiten, wo das Fieber geschwächt werden soll, eignet sich Wasser von 75 oder 85 Grad besser, als kälteres. Die beste Zeit, eine Waschung vorzunehmen, ist jedenfalls des Morgens unmittelbar nach dem Aufstehen, zuweilen möge eine zweite Waschung vor dem zu Bett Gehen vorgenommen werden. Eine solche Waschung kann eine Viertel- bis eine ganze Stunde oder länger dauern, je nachdem eine reizende Wirkung oder eine Abkühlung des Körpers gewünscht wird. Wenn eine kürzere Zeit angewendet, dient es zur Stärkung und Anregung und macht den Umlauf des Blutes regelmäßiger.
Sturzbad (Shower Baths).
Diese Bäder werden in einem eigens zu diesem Zwecke angefertigten Schranke genommen und bringen das Wasser in kleinen Strahlen gleichzeitig mit verschiedenen Körpertheilen in Berührung. Schwache und nervöse Leute sollten zunächst mit lauwarmem Wasser beginnen und erst nach und nach kälteres nehmen.
Diese Bäder können auch so genommen werden, daß man sich in eine leere Badewanne stellt und sich von einer zweiten Person, die auf einem Stuhl daneben steht, aus einem gewöhnlichen Wasserbehälter begießen läßt. Derartige Bäder wirken reizend auf das Nervensystem und die Haut; sie werden besonders bei Krankheiten, die wiederholtes Schwitzen zu ihrer Heilung erfordern, empfohlen, oder Personen, welche in Folge von Krankheiten der Brust volle Bäder nach dem Schweiß nicht ertragen können.
Zuberbad (Washtub Bath).
Dies ist besonders passend und stärkend bei Fiebern. Man fülle ein Gefäß ein drittel oder halb voll Wasser, entweder kalt oder warm, und bringe den Kranken hinein und zwar so, daß die Füße in ein anderes Gefäß zu stehen kommen. Wenn der Patient schwach ist, so sollte er Hülfe haben. Der Körper und die Glieder sind gehörig zu waschen, und gelegentlich Schultern und Körper mit Wasser von derselben Temperatur zu übergießen. Einer allgemeinen Regel nach gilt lauwarmes Wasser für das geeignetste, indem dasselbe weniger Rückkehr des Fiebers veranlassen wird. Das Bad mag 2 bis 5, 10 oder 15 Minuten, je nach der Höhe des Fiebers oder den Kräften des Patienten, dauern. Es sollte nicht so lange fortgesetzt werden, bis Frost eintritt, die Haut blaß wird oder die Fingernägel blau sind. Trockne den Patienten mit Handtüchern oder einem eigens dazu bestimmten trockenen Tuche ab. Kehrt das Fieber wieder, so wiederhole man das Bad, bis dasselbe nachläßt. Es ist sehr zuträglich bei Ausschlagsfiebern, galligen Wechselfiebern, Typhus und den heißen Stadien des Wechselfiebers.
Einhüllen in nasse Tücher (Rubbing or Dripping Bath).
Dies ist ein schätzbares Heilmittel und kann bei verschiedenen Krankheiten und Zuständen des Organismus angewendet werden: