Bähungen (Fomentations).
Diese können ebensowohl warm als auch kalt sein, und der Zweck derselben besteht in der Verminderung der Entzündung und Anschwellung. Bähungen können aus Arnica, Ringelblumen (Calendula) oder Brennnessel (Urtica Urens) gemacht werden.
Arnica ist gut bei Quetschungen und Verrenkungen.
Ringelblume bei Schnitt- und Rißwunden.
Brennnessel bei Quetschungen und Verbrühungen.
Das Verhältniß ist 10 bis 20 Tropfen der Tinktur auf ½ Pint kaltes Wasser, Tücher in der Mischung getränkt und ausgerungen werden aufgelegt und häufig gewechselt.
Hopfen wird in folgender Weise angewendet. Ein Säckchen, welches denselben enthält, wird in heißes Wasser getaucht und auf die angegriffene Stelle gelegt. Die Bähung sollte gehörig zugedeckt gehalten werden, so daß die Feuchtigkeit und Wärme zurück bleibt. Bähungen können auch aus Hopfen, Rainfarn und Wermuth, jedes allein oder zu gleichen Theilen; Hopfen, Lobelia und Stechapfel- (Stramonium) Blättern, zu gleichen Theilen, zubereitet werden.
Pflaster (Plasters)
werden in der Regel zur Zusammenziehung von Wunden oder zur Verhinderung des Zutritts der Luft zu denselben aufgelegt. Gegen große und tiefe Wunden ist das beste gewöhnliches Heftpflaster, und gegen leichte Wunden und Abreiben der Haut mag das englische Pflaster (Court plaster) angewendet werden. Arnica-Pflaster ist gut gegen Verrenkungen und chronischen Rheumatismus, besonders im Rückgrat und der Brust.