Man lege eine dünne schmale Schiene aus einer Schindel oder aus anderem passendem Material geschnitten an die innere Seite des Fingers und befestige sie mittelst eines schmalen Verbandes.

Schenkelbruch.

Dieser Bruch kann an irgend einer Stelle des Schenkelknochens vom Knie bis an die Hüfte eintreten, findet aber häufiger in der Gegend der Mitte oder an dem oberen Theile statt. Der Bruch kann an dem Schmerze, der Unfähigkeit das Glied zu bewegen, oder irgend ein Gewicht darauf zu ertragen, sowie an dem knirschenden Geräusche, wenn die Enden gegen einander reiben, erkannt werden. Wenn der Bruch schief ist, so wird das Glied kürzer, ist die Kugel gebrochen, so dreht sich das Knie und der Fuß nach Auswärts und das Glied ist ungefähr einen Zoll kürzer als das andere.

Behandlung.

Wenn ein Bruch der Kugel stattfand, so mag das Glied in eine mit doppelter Biegung versehene Schiene (siehe [Holzschnitt]) mit gekrümmtem Knie gelegt und so weit erhöht werden, daß der Körper etwas nach unten zieht, damit die möglichst volle Länge erhalten bleibt.

Wenn sich der Bruch in der Mitte des Knochens befindet, sollte eine lange gerade Schiene angelegt werden; an dem unteren Ende ist der Fuß zu befestigen und an dem oberen Ende, fast bis zur Armhöhle reichend, sollte sich ein gehörig wattirter Gurt befinden, der, sich durch die Schamleiste ziehend, rings um den verletzten Schenkel geht. Man strecke den Schenkel bis zu seiner vollen Länge aus, die Schiene möge befestigt und wenn nöthig, mögen die Bruchstücke noch besonders durch kurze Schienen von Sohlenleder und etwas Verband gestützt werden.

Bruch des Beines.

Das Bein ist jener Theil des Gliedes, welcher zwischen Knie und Knöchel liegt. Es besteht aus zwei Knochen; der kleinere Knochen an dem äußeren Theile des Beines wird Fibula und der andere an der inneren Seite Tibia oder Schienbein genannt. Einer oder beide können gebrochen werden, häufiger aber der letztere. Der Bruch kann daran erkannt werden, daß der Patient weder gehen noch sich auf den Füßen halten kann, am Schmerz, an einer Veränderung der Form und an dem eigenthümlichen knirschenden Gefühl beim Aneinanderreiben der gebrochenen Enden.