Drinnen auf der eingegatterten Wiese gehen Kühe und Kleinvieh und streifen ungeduldig umher von Zaun zu Zaun. Auch sie verstehen, daß der Tag der Heimkehr gekommen ist; denn die Stallwand entlang stehen die zusammengeschnürten Kleebündel in einer Reihe mit den Buttereimern, Käsekübeln und -Kobern, und am Zaun stehen die Packpferde angebunden, den Saumsattel aufgeschnallt, an erster Stelle das Soldatenpferd mit dem Frauensattel auf dem Rücken.

Die Knechte stehen dabei, die Pfeife im Mund; fix und fertig, warten sie bloß auf die Sennerin, die noch in der Hütte den Käse zur Wegzehrung zubereitet, den letzten, von der Milch, die am selben Morgen gemolken ist, und die sie nicht stehen lassen können.

Jon und Peter kommen am Pferch vorbeigeschlendert. Auch sie sind heute stiller als gewöhnlich; sie bleiben stehen und schauen zu Sidsel hinauf, aber es dauert lange, bis eins ein Wort spricht. Endlich sagt Peter:

Solls nun fortgehen, Sidsel?

Ja, heute gehts heim.

Unwillkürlich sehen sie alle drei zu dem Gebirge hinauf.

Ach ja, nun wirds einsam in den Bergen. Ich soll noch acht Tage bleiben.

So lange noch? Und du, Jon?

Ich soll übermorgen heimwärts.

Wieder wird es eine Weile still. Dann sagt Sidsel: