Der König war wohl besonders fein? fragte Sidsel.

Nein, der Amtmann war viel feiner und die Offiziere auch, ja sogar die Bedienten waren feiner. Aber man konnte doch sofort sehen, daß er der König war, denn er war einen ganzen Kopf größer als alle die andern.

Der muß furchtbar stark sein, meinte Peter.

Stark? Aber der braucht ja auch Kräfte, um alle die andern regieren zu können.

War denn die Königin auch so groß? fragte Sidsel.

Nein, die war nicht viel größer als ein gewöhnliches Frauenzimmer. Aber sie war so gesetzt und ernsthaft und bescheiden erzählte der Vater; sie war nicht so albern und läppisch wie die andern Weibsleute, die mit waren.

Das Weib, das mein Vater fuhr, sagte Peter, das saß die ganze Zeit da und lachte und höhnte sogar den Amtmann, weil er zu große Fäuste hätte.

Da kann man sehen, wie viel Verstand die hatte, sagte Jon, als ob ein ausgewachsener Mann, wie der Amtmann, nicht Fäuste haben muß; und übrigens konnte sie die gar nicht sehen, denn der Amtmann hatte weiße Handschuhe an, trotzdem es Hochsommer war.

Er fuhr fort, ihnen alles zu beschreiben: Den Weg hier kamen sie herauf, das ganze Gefolge, dort an dem Steine vorüber, und dann sprang der König allen voraus; er wollte der erste oben sein, müßt ihr wissen. Und nun werde ich euch genau zeigen, wie er es machte. Kommt hinter mir her, dann bin ich der König, und du, Sidsel, kannst die Königin sein. Kommt nun!

Er ging rasch das letzte Stück der Böschung hinauf, die beiden andern folgten; dann sprangen sie die letzten Schritte, und auf einmal standen sie auf der Spitze. Jon streckte den Arm aus und blieb lange so stehen.