„Ich interessire mich für alles, mein Fräulein! Schon meine selige Mama sagte immer: Chlodwig, du interessirst dich für alles! Ich heiße nämlich Chlodwig! Hübscher Name, was? Der fünfte Chlodwig in unserer Familie — mein Papa hieß auch Chlodwig! Wie heißt Ihr Papa?“
„Friedrich,“ erwiderte Käthe, die mit Mühe ein Lächeln unterdrückte.
„Friedrich — so so — und Ihre Frau Mama?“
„Fragen Sie sie selbst,“ sagte der Doktor ungeduldig, „da kommt sie.“
Als die Hausfrau mit dem Baron verschwunden war, sagte der Doktor zu Käthe: „wenn dieser Fragekasten die Wohnung miethet, zünde ich das Haus an allen vier Ecken an. Der fragt einen todt.“
Käthe lachte. „Laß ihn, Papa! Du brauchst ja nicht mit ihm umzugehen. Vielleicht spielt er Whist, da kann er sich mit Scharffs befreunden, die er ohnehin schon kennt. Weißt du denn, daß sie heute eine Gesellschaft geben?“
„So?“ brummte der Doktor, „was haben sie sich denn schon geborgt?“
„Vorläufig unsere Teller, unsere Lampen, unsere Köchin und unsere Familie,“ erwiderte Käthe spöttisch, „wir werden uns also wohl recht heimisch fühlen.“ —
Der Baron und die Doktorin kamen nach geraumer Zeit wieder, und der erstere war entzückt von dem Quartier.
„Wenn es Ihnen recht ist, Herr Doktor,“ sagte er, „so können wir gleich Kontrakt machen — liebe schnelle Entschlüsse — Sie auch, — was?“