„Ich bin nicht neugierig,“ sagte der unliebenswürdige Alte, „aber eins sagen Sie mir — warum haben Sie denn eigentlich um die Amalie angehalten, wenn Sie so froh sind, daß sie Sie nicht haben will?“
„Das ist eine lange Geschichte,“ erwiderte Fritz, und wurde roth, „wollte ich Ihnen die jetzt erzählen, so verbrennte der Braten, und der Punsch, den das Brautpaar heute noch trinken soll, würde kalt. Lassen Sie mich fort und schicken Sie den Wagen zu Ihrem Schwiegersohne. Und nun leben Sie wohl, mein lieber, guter Herr Amtsrath — sagen Sie Ihren Damen — — was Sie wollen! Ich lasse mir den Rappen satteln!“
Im Hause des Amtsraths ging es den Abend noch sehr lustig her — in manchen anderen Häusern gewiß auch — es giebt ja, trotz aller Pessimisten, noch immer eine ganze Menge vergnügter Leute auf der Welt — aber ein fröhlicherer Geselle, als unser Fritz, den sein tänzelnder Rappe durch den schönen Sommerabend nach der Stadt hin trug, die sein Glück barg, war an diesem Abend schwerlich zu finden! — Wie er es angefangen hat, seine reizende Braut mit dem zweiten Akt der Komödie zu versöhnen, die er auf der Landpartie zu spielen begonnen — das geht uns nichts an. Er wird schon mit ihr fertig geworden sein!
W. Moeser Hofbuchdruckerei, Berlin, Stallschreiber-Straße 34. 35.
[Inhalt.]
| Seite | |
| [Hausgenossen.] | 1 |
| [Und doch!] | 59 |
| [Der tolle Junker.] | 85 |
| [Finderlohn.] | 161 |
| [Glück muß man haben!] | 193 |
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