„Ich bitte, erklären Sie mich nicht,“ unterbrach ihn Rüdiger etwas kurz, „außerdem sagen meine Verbeugungen durchaus Nichts — man muß mit den Wölfen heulen — meinen Sie, ich hätte in Amerika nicht mit den Affen um die Wette klettern, und mit der größten Eleganz Cocosnüsse pflücken und Grimassen schneiden können? Dafür ist man eben Kosmopolit!“
Die Fürstin sah belustigt aus, ihr Interesse an dem schönen, wildaussehenden Jägersmanne wuchs.
„Nun, da Ihnen das Parquet nicht so ganz fremd geworden ist,“ sagte sie, sich erhebend, „so hoffe ich, Sie öfters zu sehen. Wir musiciren jeden Freitag in kleinem Cirkel, und Sie sind hiermit benachrichtigt, daß Sie erwartet werden. Nun aber muß ich gehen, ich habe mich schon über die Gebühr lange bei Ihnen verweilt, Edith, auf Wiedersehen!“
Raven geleitete sie zu den anderen Tischen, während Rüdiger schweigend vor Edith stehen blieb.
„Ich dachte, Sie wollten mir heute überhaupt nicht guten Abend sagen!“ nahm sie endlich lächelnd das Wort, ihn anzusehen.
„Ich wollte auch nicht, aber Ihnen gegenüber muß ich stets, auch was ich nicht will! Schütteln Sie nicht wieder den Kopf, erzählen Sie mir lieber, wie Ihnen unser gestriger Weg bekommen ist!“
„Ich liebe keine Reminiscenzen, und heute bin ich auch gar nicht als Privatperson hier, ich denke, Sie sollen mir viel abkaufen, hier, diese schöne Jagdtasche —“
„Haben Sie sie gearbeitet?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Kennen Sie meine ungeschickten Hände nicht mehr? Ich verstand stets besser mit der Reitpeitsche umzugehen, als mit der Nadel! Aber nun ernstlich, was kaufen Sie?“