KUSCHAGIN
Ich fühle, daß ein Groll in mir ersteht,
Wenn sie mit ihren Zähnen einem Kelch
Sich naht. Warum denn müssen edle Perlen
Sich stoßen an so schlechten Kelches Glas?
Ich fühle, daß ein Groll in mir ersteht,
Wenn sie vorübergeht an einer Fackel,
Die brennt. Warum erlischt die Fackel nicht
Vor solcher edeln Klarheit meines Sterns?
O meine Seele, manchmal fühl ich wohl,
Daß sich in mir ein Groll erhebt, der gegen
Mich selber wütet, und ich leide schwer
An jedem Blick, der meinem Mädchen gilt.
O könnte ich für immer alle Augen
Mit Dunkel schlagen! Wisset wohl: sie hat
Mir ihre Liebe ganz geweiht, und lächelnd
Nahm meinen Körper sie als Pfand dafür.
Mein Körper wandelt ohne Seele nun,
Denn meine Seele atmet jetzt in ihr,
Und ihrer Hände Spielzeug ist mein Herz ...
FRAGE UND ANTWORT
URAK IL HUTAÏL
Als sie gekommen war, sprach sie zu mir:
Nun hab ich deinen Wunsch erfüllt. Warum
Bebt nun dein Herz noch so, mein lieber Freund?