AN EIN SCHWERT
ABU ABD IL RAHMAN ELAÏTAM ELKUFI
Dies Schwert von Amru hat den Ruf, das beste
Zu sein, das je in einer Scheide stak.
Es leuchtet bläulich. Schwarze Rinnen laufen
Über die Klinge, die zwei Schneiden zeigt:
Hier herrscht der Tod, der stolze, dunkle Tod.
Ein jäher Blitzstrahl hat den Brand entfacht,
Darin dies edle Schwert geschmiedet wurde;
Der Künstler, der es schuf, hat es in Gift
Von fürchterlicher Art getränkt. Wenn man
Es aus der Scheide zieht, so leuchtet es
Wie Sonnenglanz und blendet unser Aug.
Ob jener, der dem Feind ans Leben will,
Es in der Rechten oder Linken führt, –
Dies bleibt sich gleich: denn immer unentrinnbar
Sind seines Stahls vernichtende Gewalten.
Sein Glanz bewirkt, daß unsre Augenlider
Anheben zu erzittern, wie ein Vogel
Verängstet mit den Flügeln zittert. Lodernd,
Gleich einer wilden Fackel, ist sein Leuchten.
Mitunter will auch scheinen, daß es anhebt
Zu wogen wie das sonnbeglänzte Weltmeer,
Oder es schimmert plötzlich funkelnd auf,
Gleich einer Quelle silberklarem Wasser.
Am Tag der Schlacht, geschwungen von dem Arme
Eines ergrimmten Kriegers, richtest du,
O Schwert von Amru, die entsetzlichste
Vernichtung an. Treu dienstbar deinem Herrn,
Führst du ihn immer nur zu Sieg und Ruhm!