BEI NAHMAS ABREISE
AUS TAUSEND UND EINE NACHT
O Nahma! Noch ein einziges Mal, bevor
Du abreist, laß den Anblick deiner Schönheit
Mich Armen kosten, daß ein wenig sich
Mein Herz beruhigt, welches sterben wird,
Wann du erst fern bist.
Falls es dir jedoch
Verdruß macht, meine Bitte zu gewähren,
So laß sie unerfüllt. Ich werde zwar
An meiner Traurigkeit den Tod erleiden,
Doch will ich lieber sterben, als den kleinsten
Verdruß bereiten dir, o Himmlische.
AUF EIN GRAB
AUS TAUSEND UND EINE NACHT
O Grab! O Grab! Sind nun in deiner finstern
Behausung all die Reize der Geliebten,
Die ich verlor, dahin? Das Angesicht,
Das noch vor kurzem so voll Frische war,
Ist es schon farblos jetzt und mißgestaltet?
O Grab, du bist doch das Gewölbe nicht
Des Himmels, und du bist doch auch kein Garten:
Wie kannst du bergen denn in deinem Schoße
Ein schlankes Zweiglein und den süßen Mond?