Und auf der stillen Wiese stand
Rings Mohn bei Mohn und unbewegt,
Und war bis an den fernsten Rand
Der rote Teppich hingelegt.

Und auf dem roten Teppich lag,
Von tausend Blumen angeblickt,
Ein schöner, müder Sommertag,
Im ersten Schlummer eingenickt.

Ein Hase kam im Sprung. Erschreckt
Hat er sich tief ins Kraut geduckt,
Bis an die Löffel zugedeckt,
Nur einer hat herausgeguckt.

Kein Hauch. Kein Laut. Ein Vogelflug
Bewegte kaum die Abendluft.
Ich sah kaum, wie der Flügel schlug,
Ein schwarzer Strich im Dämmerduft.

Es war einmal, ich weiß nicht wo.
Ein Traum vielleicht. Lang' ist es her.
Ich seh' nur noch, und immer so,
Das stille, rote Blumenmeer.

Märchen.

In deiner lieben Nähe
Bin ich so glücklich. Ich mein',
Ich müßte wieder der wilde,
Selige Knabe sein.

Das macht deiner süßen Jugend
Sonniger Frühlingshauch.
Ich hab' dich so lieb. Und draußen
Blühen die Rosen ja auch.

O Traum der goldenen Tage!
Herz, es war einmal.
Abendwolken wandern
Über mein Jugendtal.

Daß der Tod uns heiter finde.