Hab ein Lied auf den Lippen,
Mit fröhlichem Klang,
Und macht auch des Alltags
Gedränge dich bang!
Hab ein Lied auf den Lippen,
Dann komme was mag!
Das hilft dir verwinden
Den einsamsten Tag!

Hab ein Wort auch für andre
In Sorg' und in Pein
Und sag, was dich selber
So frohgemut läßt sein:
Hab ein Lied auf den Lippen,
Verlier nie den Mut,
Hab Sonne im Herzen,
Und alles wird gut!

Ich habe Nächte …

Ich habe Nächte dafür geopfert,
Ich habe Herzblut daran gegeben,
Und feige Buben nun kommen und heben
Die Hand auf gegen das fertige Werk.
–  –  – Das schmerzt!

Und doch:
Glückt euch, es wirklich zu zertrümmern, … gut!
Dann war's nicht echt!
Dann glückte mir nicht, was ich wollte …
Und .. ihr .. habt .. recht!

Einem Kinde.

Sei nicht traurig,
Sei nicht traurig …
Es ist heute nur
So trübe,
Es ist heute nur
So schwer!

Morgen blitzt die Sonne wieder,
Rosen leuchten weiß und rot,
Und mit lauter Lerchenliedern
Jubelt's in den hellen Morgen,
Jubelt's in den blauen Himmel
Siegreich über Leid und Not …

Quillt und schwillt mit jungen Kräften,
Quillt und schwillt mit junger Lust
Lebenswarm dir in die Brust;
Weckt und wappnet deine Seele
Glaubensfroh zu neuer Wehr …

Sei nicht zag drum,
Sei nicht traurig …
Es ist heute nur
So trübe,
Es ist heute nur
So schwer!