Ein Knabe ging und stand und blieb.
Und jeder Strich war ein Sensenhieb.
– – Den andern war's nur ein Straßenliedel.
Kophetua.
König Kophetua hob seine goldene Krone
Von den goldenen Locken und schwieg.
Auf sein Schwert gestützt ging er und stieg
Über die steilen Stufen, und ohne
Sich umzusehn, ließ er die staunende Schar.
Oben saß in mondlichtschimmernder Blässe
Eine Bettlerin, in den Mantel der dichten
Haare gehüllt. Ein großes Verzichten
Lag in ihrer Augen blinkender Nässe.
Und so träumte sie, jeglichen Schmuckes bar.
König Kophetua legte die goldene Krone
Über die eisengerüsteten Knie und harrte
Auf einer der Stufen, bis ihn die traurige, zarte
Magd erblicke, flehentlich, ohne
Sich umzusehn, wo sein Gefolge war …
An die Baronin Colombine.
Baronin Colombine ist so zierlich und zart.
Ich zupfe die Mandoline – leider noch keinen Bart.
Baronin Colombine, nimm dich in acht:
Auf meiner Mandoline sind Funken erwacht.
Baronin Colombine, lach nicht so laut!
Weil meiner Mandoline vor deinem Lachen graut!
Baronin Colombine, du nahmst mir meine Ruh.
Ins Wasser die Mandoline – und mich dazu!