Der Sternsaal muß sich rasend drehn
In seiner Ferne.
Im ganzen Raum der Welten stehn
Nur deine Augensterne.

Wir sind wie des Herbstes tanzendes Laub,
Wir sind, was wir werden:
Kreisende Erden,
Wirbelnder Staub.

Rudolf Alexander Schröder.

Geboren am 26. Januar 1878 zu Bremen. – Unmut 1899. Lieder an eine Geliebte 1900. Sprüche in Reimen 1900. An Belinde 1902. Sonette an eine Verstorbene 1905. Elysium 1906.

Aus den „Liedern an eine Geliebte“.

Nun kam der Abend.

Die Sonne geht ins Meer,
Der Wind ruht im Laub,
Den sanften Weg entlang
Ziehen die Herden heimwärts.

Sieh, wie die milden Berge
In Dunkelheit verhüllt sind –
Im Tal
Blinken Lichter auf.

Wanderer, wohin eilst du?
„Nach Hause.“

Wohin eilst du?