Am Abend hab' ich heißes Wort genannt.
Verzweiflung, Liebe, Sehnsucht nannt ich mein.
Hah, Mein und Mein! Und immer diese Wand!
Warum bin ich nicht durch die Welt gespannt,
Allfühlend gleicherzeit in Tier und Bäumen,
In Knecht und Ofen, Mensch und Gegenstand?!
So ist's mein Teil, sternhaft dahinzurollen,
Gebunden zwar, doch niemandem verwandt,
Wie nichts erkennend, so auch unerkannt.
Verzweiflung.
Nacht kam herein.
Und morgen, wähnen wir, ist Tag.
Da gehn die Wagen wieder
Und an den Türen läutet es.
Die Mutter mein sitzt da.
Ihr Antlitz ist nicht meins.
Sie redet viel an mich.
Ich denk an fremdes Nichts.
Die Schwester mein lacht auf.
Leicht könnte ich sie hassen.
In meiner Öde brodelt
Schon ein gemeines Wort.
Ich bin so zugebaut!
Und alles rauscht nach Liebe.
Ich auch nach Liebe weine
Und hab doch keinen gern.
Welche Lust auf Erden denn ist süßer.
Taucht nur, senkt nur eure wilden Fratzen
In mein reines fließendes Wesen!
Diese Seele brandzuschatzen,
Seid ihr alle, allesamt erlesen.
Märtyrer, gegrüßt, wollüstige Büßer!
Heil dem Busen durch und durch geschlagen!
Welche Lust auf Erden denn ist süßer,
Als verwundet werden und nichts sagen.
Komm, Verräter, daß ich dich erbose,
Du mit müden Händen, list'ger Späher!
Hier Gesicht und Brust!! Mit jedem Stoße
Bin ich ja dem Tempo Gottes näher!