Haus, halt mich fest! Zu viel
Von meinen Nächten hab' ich hingegeben
An dieses sinnlich aufgepeitschte Spiel.
Wie bin ich müd, die abenteuerlich
Erregte Luft, die lichterlose Schwüle
Der stummen Gassen an mein Kleid, an mich,
Und endlich flackernd in mir selbst zu fühlen.
Schließ du mich, Buch, in deine dunklen Zeilen,
Senkt, Briefe, ihr dies in die Ferne Streben
In lieber Menschen Bild, in eine Frau,
Beschwichtigt ihr das nun vom Abend lau
Aufschwülend unerklärliche Verlangen,
Des Blutes Unruh in die Nacht zu jagen!
Dies willenlose Durch-die-Gassen-Treiben,
Ob mich nicht Etwas aus dem Dunkel will,
Dies lüstern Spähn, dies angespannte Hangen
An jeder mattbeglänzten Fensterscheibe –
Wird dieses knabenhaft verworrne Treiben
Denn noch nicht in mir still?

Nein, halt mich, Haus! Verschließ mit dunklen Scheiben
All meine Unrast: und ich bleibe dein.
Ich selbst will ja den Abend so, nur so,
Wie er den andern ist: ein Müdesein,
Nur so,
Als sinke mit den schwindenden Kulissen
Ein buntes Spiel in bilderlose Räume.
Nicht will ich mehr. Vielleicht noch irgendwo
Freund oder Frau, ein mir Vertrautes wissen, –
Und dann nur Träume, bilderlose Träume.

Alphabetisches Verzeichnis der Gedichtanfänge.

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