Deine Nächte klagen in meine Tage,
Durch mein Träumen rieselt das Blut deiner Füße.
O ich will dir forttrinken alle Tränen,
Ich will dich tragen unter meine Wipfel.

Meine Wipfel sind kühl und voll Frieden
Und baden sich hoch in tiefen Wassern.
Himmelstiefen tropfen zu uns hernieder,
Aus ewigen Meeren, durch heilige Wipfel.

Schlummre du tief in meinen Armen!
Meine Augen sind stahlharte Engel; die wachen
Über deinen Frieden.

II.

Deine Augen leuchten vor Dunkel,
Und ein spinnendes Weinen
Deiner schwarzen Haare
Über das Leinen.
O dein blasses Gesicht,
Und wie deine schmalen Hände
Über die Kissen suchen –:
Rührendes Stammeln
Eines sprießenden Liedes,
Das blühen möchte.

Meine Seele sucht mit dir.

III.

Wenn die Rosen des Morgens aufstaunen,
Möchte ich zu dir kommen!
Ich brächte deiner Stirne kühlen Tau
Und deinen Lippen Lachen.

In meinen Nächten schreckt mich deine Einsamkeit;
Schmiege dich tief in die Flügel meiner Seele;
Dunkel rauschten sie über die Meere,
Bis sie zu dir sich fanden.

IV.