Du kamst, erregt vom Sonnenuntergange,
Die Dünen glänzten durch die Abendluft.
Du rührtest mit dem Schritt der Tänzerin
Die gelbe Erde an. Ich saß im Garten,
Und glühnden Herzens fühlt' ich wie du kamst!
Du kamst! Du kamst! Du tratest in die Pforte
Und rissest eine Rose vom Gesträuch
Und küßtest sie und warfst sie in die Winde
Und flogst an meine Brust und riefest: Sonne!
Und braun und göttlich glänzten deine Schultern,
Und herber Duft des Meeres hing an dir.
An eine Kunstreiterin.
I.
Wie eine Blume, drüberhin der Lenz-
Wind geht; wie eine Tänzerin, die rastend
Das Echo noch des Rhythmus in sich fühlt,
Der sie entzückte, und ihm ohne Willen
Nachgibt: so hockst du vor mir im Gemach,
Und Duft der Hengste schwebt noch um dein Haar
Und in den Augen noch der Glanz der Lichter,
Und deine Hand fährt über meine Knie,
Liebkosend, träumend, so als streife sie
An eine Welt, mit der sie nichts verbindet,
Und die ihr fern ist wie das Einst und Nie.
II.
Du bist der schönste
Gedanke des Frühlings.
Du bist der süßeste Hauch,
Der am Abend mich anweht.
Du bist die wilde Verzweiflung
Aller, die dich lieben.
Ach, du hast in finstere Nacht
Auch mich gehüllt.