Manche erheben wieder
Ihre Flügel, wehen
Weiter, düstere Wolken
Oder Gerüche der Flur.

Andere bleiben liegen
In den Hainen und Gärten,
Werden Erde und Halme,
Spielend im Frühlingshauch.

Hörst du ein Seufzen im Abend?
Und ein Lachen im Wind.
Wer da wehte vorüber
Ach – und wohin? wohin?

Vision.

Im Schimmer des Mondes standest aufrecht du,
Erzitternd gleich dem jungen Laub der Birken.
Du hobst den Arm, du dehntest die Brust, du standst
Auf den verwilderten Gärten, ein Traumgebild
Der Lenznacht, lockend, schwankend, verführerisch –
Bis daß der Nebel stieg von den Wiesen her
Und du auslöschtest, so wie ein Lied auslöscht,
Und rings lag öde, schmachtende Finsternis,
Und Weinen war im Gezweig, und alle Blumen
Riefen nach dir, o Mondenhauch!

Hinschlendern.

Traumhaft hinschlendern, ach, um kein Wohin
Besorgt sein, das Woher ist schon vergessen,
Ein Gruß den Mädchen mit den edlen Busen,
Ein Gruß dem Wein, den Blumen und dem Mond,
Ein stiller Gruß den Kranken und Zerwühlten,
Hinschlendern, traumhaft, Licht einatmen, lauschen
Den Wolken und dem Winde und dem Meer,
Und schlafen, schlafen … Und in lindem Traume
Entgleitet alles, und die schönste Stunde
Wird aschfahl, wenn sie auch aus Rosen kam.

Dasein.

Mond und Liebe und dann
Ein Schluck Wein ab und an
Und dann –
Herz, warum so trübe?

Und dann
Mond und dann Wein
Und Liebe, – herbsttrübe
Verrinnt das Sein.