Aber manchmal aufglüht
Ein berauschender Funken,
Dann taumeln wir trunken,
Bis der Funken versprüht.
Dann das alte Lied:
Mond und Liebe und dann
Ein Schluck Wein ab und an.
Otto Julius Bierbaum.
Geboren am 28. Juni 1865 zu Grünberg in Schlesien, absolvierte das Gymnasium in Wurzen, besuchte die Universitäten Zürich, Leipzig, Berlin, München, war Redakteur der „Neuen deutschen Rundschau“, des „Pan“ und der „Insel“ und lebte zuletzt in Dresden, wo er am 1. Februar 1910 starb. – Erlebte Gedichte 1892. Nemt, Frouwe, disen Kranz 1894. Irrgarten der Liebe 1901. Das seidene Buch 1903. Maultrommel und Flöte 1907.
Tanzlied.
Es ist ein Reihen geschlungen,
Ein Reihen auf dem grünen Plan,
Und ist ein Lied gesungen,
Das hebt mit Sehnen an,
Mit Sehnen, also süße,
Daß Weinen sich mit Lachen paart:
Hebt, hebt im Tanz die Füße
Auf lenzeliche Art!
Max Dauthendey