Und im Trab mit Vieren
Fuhren wir zu zweit
In das Land spazieren,
Das heißt Heiterkeit.
Daß wir nicht verlieren
Zügel, Ziel und Lauf,
Saß bei dem Kutschieren
Mit den heißen Vieren
Amor hinten auf.
Traum durch die Dämmerung.
Weite Wiesen im Dämmergrau!
Die Sonne verglomm, die Sterne ziehn:
Nun geh' ich zu der schönsten Frau,
Weit über Wiesen im Dämmergrau,
Tief in den Busch von Jasmin.
Durch Dämmergrau in der Liebe Land;
Ich gehe nicht schnell, ich eile nicht;
Mich zieht ein weiches, samtenes Band
Durch Dämmergrau in der Liebe Land,
In ein blaues, mildes Licht.
Jeannette.
Ein Bett, ein Stuhl, ein Tisch, ein Schrank,
Und mittendrin ein Mädel schlank,
Meine lustige, liebe Jeannette.
Braune Augen hat sie, wunderbar,
In wilden Ringeln hellbraunes Haar,
Kirschroter Lippen ein schwellend Paar, –
Jeannette! Jeannette!
Am Fensterbrett ein Efeu steht,
Durchs grüne Geranke die Liebe späht,
Meine lustige, liebe Jeannette.
Türe auf! Da liegt mir am Halse das Kind.
Alleine wir beiden, es singt der Wind
Das Lied von zweien, die selig sind, –
Jeannette! Jeannette!
Die schwarze Laute.
Aus dem Rosenstocke
Vom Grabe des Christ
Eine schwarze Laute
Gebauet ist;
Der wurden grüne Reben
Zu Saiten
Gegeben.
O wehe du, wie selig sang,
So erossüß, so jesusbang,
Die schwarze Rosenlaute.
Ich hörte sie singen
In mailichter Nacht,
Da bin ich zur Liebe
In Schmerzen erwacht,
Da wurde meinem Leben
Die Sehnsucht
Gegeben.
O wehe du, wie selig sang,
So jesussüß, so erosbang,
Die schwarze Rosenlaute.