Das sind die Abende, die bleich verfrühten.
Die Georginen, die im Sonnenscheine
Wie rot und gelbe letzte Rosen glühten,
Stehn fahl, Rosetten aus verfärbtem Steine.
Der Nebel klebt an unsern Hüten.
Komm, Schwester. Dort der Zaun von Erz
Umgittert eine, die zu früh verblich.
Komm heim; mich friert. Sie liebte mich.
Sie hatte nichts vom Leben als ihr Herz;
Still tat sie wohl, still litt sie Schmerz.
Stiller Gang.
Der Abend graut; Herbstfeuer brennen.
Über den Stoppeln geht der Rauch entzwei.
Kaum ist mein Weg noch zu erkennen.
Bald kommt die Nacht; ich muß mich trennen.
Ein Käfer surrt an meinem Ohr vorbei.
Vorbei.
Die stille Stadt.
Liegt eine Stadt im Tale,
Ein blasser Tag vergeht;
Es wird nicht lange dauern mehr,
Bis weder Mond noch Sterne,
Nur Nacht am Himmel steht.
Von allen Bergen drücken
Nebel auf die Stadt;
Es dringt kein Dach, nicht Hof noch Haus,
Kein Laut aus ihrem Rauch heraus,
Kaum Türme noch und Brücken.
Doch als den Wandrer graute,
Da ging ein Lichtlein auf im Grund;
Und durch den Rauch und Nebel
Begann ein leiser Lobgesang
Aus Kindermund.
Manche Nacht.
Wenn die Felder sich verdunkeln,
Fühl' ich, wird mein Auge heller;
Schon versucht ein Stern zu funkeln,
Und die Grillen wispern schneller.