Sie las weiter und hielt dabei, ich sah es wohl, die kleine Versteinerung fest umschlossen in ihrer seelenvollen Hand.
Für den Nachmittag hatten wir Pferde bestellt. Wir ritten den Strand entlang, es war ein heißer, erschlaffender Tag. Wir sprachen wenig, es war etwas zwischen uns, das uns die Lust zum Sprechen nahm.
Wir ritten einen kleinen Galopp; ich sah Jamaica scharf von der Seite an, dann sagte ich:
»Jamaica, ich will etwas von Dir wissen.«
»Was?« fragte sie tiefatmend und sah mich erstaunt an.
»Liebst Du den Engländer?«
Sie schüttelte den Kopf.
»Doch«, sagte ich, »denkst Du, ich merke es nicht? Ich halte es nicht aus.«
Sie reichte mir die Hand herüber, mit einem freundlichen, teilnahmsvollen Lächeln. So gibt man die Hand einem guten Kinde zum Abschied, dachte ich. Ich nahm sie nicht.
»Jamaica, ich liebe Dich!« sagte ich nun. »Ich wüßte nicht, wie ich meine Tage in Zukunft ohne Dich verbringen sollte. Ich will, daß Du von jetzt ab nur mir gehörst – verstehst Du? – nur mir und keinem andern. Sag, willst Du meine Frau werden?«