YAKAMOCHI
Verbannt von meinem Kaiser, leb ich nun
Fünf Jahre schon in fremdem, wildem Lande,
Entbehrend deinen Anblick, süsses Weib.
Nie darf ich mehr zur Nacht mein müdes Haupt
Auf deinem lieben, weichen Arme betten;
Hör, was ich tat in meiner Einsamkeit:
Ich säte Nelken aus in meinem Garten;
Wenn sie in Blüte stehn, so denk ich immer
An dich, die meine schönste Nelke war.
Dies ist der einzige Trost, geliebtes Weib,
In meiner öden Fremde. Ohne ihn
Würf ich mein Leben unbedenklich ab.
HEIMWEH
YAKAMOCHI
Wenn sich der Abend niedersenkt und Nebel
Eintönig wallen übers graue Meer,
Und wenn die Kraniche mit müder Stimme
Ins Dunkel rufen, traurig anzuhören,—
Dann denk ich meiner Heimat, schmerzdurchweht.