Sieben Tage lang.

Die Sonne hatte gebrannt, vom Abend bis zum Morgen, erbarmungslos. Hatte niedergesengt auf Mensch und Tier. Und kein Trunk, keine Erquickung. Ringsum nur dürres, verbranntes Gras und heißer, stäubender Sand. Er beizte die Lider, er bohrte sich in die Nasen, er fraß in den Kehlen, dörrte den Schlund. Jeder Atemzug war Schmerz, stach und peinigte. Zitternd, keuchend drängten die Scharen vorwärts. Dorthin, wo die Ebene zu Ende schien, wo leichte Hügel sich hoben, wo hinter den Hügeln Täler sich bargen, Täler mit grünen Matten und einem silbern rauschenden Bach, einem Rinnsal, einer Quelle.

Die Nasenflügel bebten, die starrenden Augen brannten, die von Durst gequälten Leiber beugten sich nach vorne, taumelnd hasteten, stampften die Füße, die bleischweren, dampfenden Füße, klommen die Hügel hinan und standen, wankend, mit brechenden Knien.

Ebene, neue Ebene breitete sich vor ihnen, braune, trockene Halme raschelten boshaft, und große, bröckelnde Erdrisse grinsten höhnisch.

Seit sieben Tagen krochen sie von Ebene zu Ebene, seit sieben Tagen schmachteten sie nach einer Neige Wasser.

Seit sieben langen Tagen.

Nun ging es nicht weiter.

Wo sie standen, warfen sich die Leute hin. Lagen. Müde.

In trotziger Müdigkeit.

Die Unteroffiziere kamen, sprachen zu, baten, wurden barsch, befahlen.