»Auch meine Kinder rufen nach mir, und ich verlasse meinen Platz doch nicht.«

Ein ausgemergelter Graubart trat vor sie hin, ganz dicht:

»Bist ein tapferes Weib, Mütterchen, ist keiner der's anders sagt. Aber es ist zweierlei: tapfer zu sein als Herr nach seinem Willen und tapfer sein zu müssen, weil's ein anderer befiehlt. Wir brauchen uns nicht zu schämen, wir haben bewiesen, daß wir tapfer sind. Nun ist's genug. Nun wollen wir wieder zu den Unsern, wie die andern zu den Ihren wollen. Jeder in sein Land. Die Ernte wartet auf uns, die Erde braucht uns. Wir wollen heim.«

»Ihr werdet heimkommen, nur …«

Der alte Soldat schnitt ihr hart die Rede ab: »Kein Wenn und Aber, Mütterchen. Wir wollen heim. Erlaubt's der Zar nicht, so gehen wir ohne seine Erlaubnis.«

»Ihr werdet heimkommen.«

»Alle?« der Graubart war mißtrauisch.

»Alle!«

Sie trat vor Peter mit der Forderung, ihr Versprechen wahr zu machen.

Er stöhnte: »Es ist unmöglich, unmöglich!«