»Er muß aufgehalten werden. Er darf mir jetzt nicht versagen. Jetzt nicht. Es ist unser aller Verderben.«

Katharina sann. Eine starke Falte grub sich zwischen ihre Brauen:

»Ich werde mit ihnen reden.«

Sie ging.

Wo sie sich sehen ließ, wurde sie umringt. Und ehe sie noch zum Sprechen kam, war ihre Absicht verschlungen von der flehenden Bitte:

»Mutter! Mütterchen! Hilf du. Dich hört der Zar. Sage du ihm: wir wollen heim! Heim, Mütterchen!« Und tausend Augen bettelten, abertausend Hände streckten sich in dem einzigen Wunsch: Heim, heim!

Auf Schritt und Tritt liefen sie ihr zur Seite, eilten ihr nach, und immer nur das eine klang an ihr Ohr, immer nur das eine aus all dem Klagen:

»Unsere Frauen kennen den Mann nicht mehr! Die Kinder vergessen den Vater! Das Vieh verdirbt! Der Acker verkommt! Alles geht zugrunde! Wir alle gehen zugrunde!«

Der Jammer droht sie zu überwältigen. Sie gab sich einen Ruck: