»Aber Sie haben mir auch nichts zugesagt. –«
Sie hob die Schultern: »Weil ich es nicht kann, Eigensinniger.«
Er warf ihr einen schmachtenden Blick zu: »Meiner erlauchten Gönnerin ist bei dem Zaren nichts unmöglich.«
»Unartiger,« sie stampfte mit dem Fuße, konnte sich jedoch nicht enthalten über die kindlich bittende Miene, die er aufgesetzt hatte, zu lächeln.
Ihre gute Laune benützte er, sich über ihre Hand zu beugen und sie ehrfurchtsvoll und doch mit einem feinen bestimmten Druck seiner weichen Lippen zu küssen: »Haben Sie Dank, Freundin, daß Sie für mich sprechen werden.«
Sie schauerte leicht unter der Berührung zusammen: »Was tut man nicht für seine Freunde.«
»Und den Herzog von Ormond werden Sie hinhalten, bis ich Vortrag bei Sr. Majestät hatte?«
Sie nickte: »Er ist es gewöhnt, überall zu spät zu kommen.«
Der Graf empfahl sich. Gemächlich schlenderte er durch die Anlagen. Wo diese dichter wurden und in den Wald übergingen, saßen auf einer ziemlich im Gebüsch versteckten Bank zwei Herren im eifrigen Gespräch. Sowie sie des Grafen ansichtig wurden, erhoben sie sich und gingen ihm entgegen.