»Rußland ist auf dem Wege nach Europa!«

Sie lächelte in stolzer Freude:

»Und du führst es an.«

Ein Schatten düsterte seine starken Züge: »Ich wollte, ich könnte es.« Er warf die Oberlippe auf, seine Miene wurde leichtsinnig: »Ein Spiel um einen Thron. Ach, Daschka, das Spiel ist mein Glück!«

»Deines.« Sie preßte ihre Stirn an seinen Hals, dicht, damit sie das ungebärdige Pochen seines Blutes spürte. Peitschend drang ihr der herrische Takt durch den Leib. Enger noch drängte sie zu ihm hin.

Sein Schnurbarthaar kitzelte ihre Wange.

Sie seufzte.

Er kannte die Sorge, der es galt: »Denkst du schon wieder an morgen?«

»An morgen,« sie nickte, »wo du zu Anisia oder zu Barbutschka oder zu der dicken Deutschen Liebling sagst.«

»Heute ist heute,« er schwenkte sie jagend herum. »Heute ist mein Herz dein. Morgen? Ich frage heute nicht nach dem Morgen. Sei du mir neu jeden Tag, wie es das Morgen ist, und ich werde dich ewig lieben.«