Der Zar Schulter an Schulter mit seinen Preobraschenskern.

Die Leute waren nicht eben emsig beim Werke. Es fegte ein widriger, naßkalter Nordwest von der See her über die livländische Ebene, ließ das Gebein erstarren und lähmte die Finger.

Unverdrossen nur der eine: Zar Peter.

Witternd sogen seine Nasenflügel den herben Salzgeruch, den der Wind mit sich trug.

Die festen breiten Hände stießen den Spaten mit verbissenem Eifer in den angefrorenen Boden. Der Oktober ging zu Ende. Seit einem Monat lag er vor der schwedischen Festung, und der leichte Sieg, den er sich erhofft hatte, wollte sich noch immer nicht einstellen.

Klatschend warf er die abgestochenen Schollen um sich her zu Haufen.

Stunde um Stunde stand er schon im kleinlichsten Fronwerk. Der Schweiß rann in Strömen über seine aufgewühlten Züge.

Einer der Garden, sein Nachbar, trat dicht an ihn heran, hob den schmutzigen, fettigen Ärmel und fuhr ihm wischend über das feuchte Gesicht. Dabei murrte er gutmütig: »Solltest dich schonen, Väterchen, deine Kraft sparen.«

Peters Augen blitzten den Mann an: »Narwa muß mein werden. Morgen.«