Der große ungeschlachte Mensch nickte bedachtsam: »Der heilige Nikolaus behüte dich, Väterchen. Du bist zu eilig. Das Korn wird auch nicht in einem Tage gedroschen, und schließlich sitzt du doch am Tisch und ißt das Brot aus dem feinen Mehl.«

Über die rechte Wange des Zaren lief ein heftiges Zucken, die Schläfenadern schwollen zu dicken Schlangen, stoßend kamen die Worte aus dem zusammengepreßten Munde: »Nicht immer ist der der Essende, der der Dreschende war.«

Der Preobraschensker stieß gelassen die mächtigen Schultern in die Höhe: »Wie's der Herr gibt. Was der Vater sät, ist Gut den Seinen. Einen rechten Vater freut das Säen um des Sattwerdens seiner Kinder willen.«

Die Schippe flog beiseite. Die Fäuste des Zaren packten den Mann und rückten sich die derbe Gestalt gerade vors Gesicht:

»Sage das noch einmal!«

Gehorsam wiederholte der Gardist den Spruch:

»Einen rechten Vater freut das Säen um des Sattwerdens seiner Kinder willen.«

Ganz langsam sagte er es, einfach, voll gläubiger Zuversicht.

Im Gesicht des Zaren jagte ein Zucken das andere. Die Finger, die den Soldaten hielten, bohrten sich krampfig in die klebrige erdige Wolle von dessen Schafpelz. Der Atem fuhr in heißen Wellen aus der schwer ringenden Brust.

Den Mann focht dies seltsame Wesen nicht an. Gleich einer Bildsäule hielt er sich. Unverändert war in seinen groben Zügen der Ausdruck grenzenlosen Vertrauens.