Der Sibirier fletschte die gelben spitzen Zähne. Doch ehe er noch dem Befehl nachkommen konnte, schallte es vom Eingang her:
»Hand von dem Mann!«
Der Zar hatte, unbelästigt von seinen alten Bekannten, den Bären, den Hof betreten und unbemerkt dem Schauspiel beigewohnt. Der Strelitze war ihm merkwürdig geworden. Und noch einmal tönte es:
»Der Mann ist mein!«
Vom Hochsitz des Fürsten her kam ein leises zähes Knurren. Die grauen wirren Brauenwülste schoben sich weit in die Höhe.
»Seit wann erläßt du dir den Gruß, Peter Michailoff?«
Bei den belfernden Lauten riß der Zar sich zusammen, sprang mit gespreizten Beinen vor den Fürsten hin und schwenkte den Dreispitz:
»Ew. Majestät wollen gnädigst meine Verfehlung nachsehen. Ich lege Ew. Majestät meine untertänigste Huldigung zu Füßen.« Peter verneigte sich, tief, sehr tief. Einmal, zweimal, dreimal.
Romodanowski murrte etwas Unverständliches, doch der Zar hatte sich, ohne die Erwiderung auf den nachgeholten Gruß abzuwarten, zu dem Strelitzen gewendet.
»Braver Kerl, brav!« Er klopfte ihm auf die Schulter: »Sie sollten dir –« er wies mit der Rechten im Kreis, »den Sohn nicht quälen.«